Hardy, Clara and Sidecardog Lady Reisen bis ans Ende der Welt traveling to the worlds end rendre à la fin du monde
Hardy, Clara and Sidecardog Lady  Reisen bis ans Ende der Welttraveling to the worlds endrendre à la fin du monde 

Urlaub 2013 in der Bretagne

 

Seit meiner Kindheit hatte ich einen Traum. Einmal am Ende der Welt zu stehen. Okay eine Kugel hat keinen Anfang und kein Ende.

Aber das Ende der Welt kann man auch anders definieren. Zum Beispiel so, wie es einst die alten Römer taten. Sie nannten das jeweilige Ende ihres Festlandterritoriums: finis terrae. Davon abgeleitet sind das Cabo de Finisterre in Nord-Westspanien und das Kap „Finistère“ in der Bretagne/Frankreich erhalten geblieben.

 

Für einen leidenschaftlichen Motorradfahrer ist es natürlich klar diese Reise mit einem Motorrad zu machen. Nur was für eine Maschine? Eine Tourer oder Reiseenduro? Es muss ja auch noch einiges an Gepäckgerödel mit. Also eine Seitenwagenmaschine. Und da gibt es in der günstigen Preislage die russischen URAL Motorräder.

 

Und nachdem ich vor 3 Jahren eine Lebenspartnerin kennen und lieben lernte, die diese „Spinnerei“ mit mir teilte, sie auch noch einen Blindenführhund hat der mit auf die Reise gehen sollte …. begannen im letzten Jahr die Vorplanungen.

 

Im Sommer fand ich im Internet eine gebrauchte Ural Tourist 750, Bj. 2003. Meine Tochter fuhr uns zum Händler. Besichtigung – Kauf – und mit der Partnerin im Beiboot die fast 100km nach Hause. Das Ganze keine 6 Wochen nach meiner Bandscheiben-Op L5/6. Nach einigen Touren in die Gegend, einigen kleineren Reparaturen (der Endantrieb sabberte sehr schnell) waren wir und unser „Fjodor“, wie wir unser Moped nannten, eigentlich fit für eine größere Reise. Beim Motorradfahren und danach ging es meinem Rücken super.

 

Ein kleines, schnuckeliges Ferienhaus in Poullan-sur-Mer wurde im November 2012 gebucht. Die Route geplant. 5 Tage Hinfahrt (mit 1-2 Tagen Sicherheit falls Fjodor Probleme macht), 6 Tage Aufenthalt und 5 Tage zurück. Laut Google Maps und ViaMichelin ca.1380 km für eine Fahrt. Die Tagesstrecken sollten nicht über 300 km liegen, denn unseren Russen wollte ich voll Beladen eine Reisegeschwindigkeit von 80 – 90 km/h gönnen. Übernachten wollten wir auf Campingplätzen. Also noch Zelt, Schlafsäcke und Co. gekauft.

 

Dazwischen noch Bangen, denn bei meiner Partnerin Clara war im Februar diesen Jahres eine Bandscheibenoperation fällig. Doch die alten Gummi-Einzelsättel und die weiche Federung der Russenboxer sind einfach für Menschen mit LWS - Problemen okay.

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© Gerhard Tügel